👉 Das nĂ€chste Spiel der Herren von Eintracht Gommern ist am 29. Mai 22. Anstoß bei der TSG GW Möser ist um 14:00 Uhr 👉

Stark angefangen, aber stark nachgelassen 

Es war das erste Spiel der Eintracht bei Post MD. Vergangene Saison fand lediglich das Heimspiel gegen die Magdeburger statt, welches damals verloren ging. Auch vor dem Hintergrund wĂ€re man gerne in voller Kapelle zum AuswĂ€rtsspiel angetreten, um eine Chance zu haben, Wiedergutmachung zu leisten, doch leider musste man urlaubsbedingt gleich auf fĂŒnf LeistungstrĂ€ger verzichten.

Man war folglich gezwungen etwas umzustellen und konnte dennoch mit viel Tempo ins Spiel starten. Die ersten beiden Chancen gehörten jedoch der Post. ZunĂ€chst war es ein ĂŒberraschender Ball in die Schnittstelle der Viererkette, der keinen Abnehmer fand und danach war es ein gefĂ€hrlicher Schuss aus dem RĂŒckraum, welcher nur knapp das Ziel verfehlte.

Dann ein Doppelschlag durch Gommern. Erst spielten Laabs und Schellbach in der 10. Minute sehenswert auf und Schellbach staubte trocken mit der Pike aus kurzer Distanz zum 1:0 ab. Nur 7 Minuten spĂ€ter rollte der nĂ€chste starke Angriff auf das Tor der Heimmannschaft zu. Und wieder war was nach einer Kombination ĂŒber mehrere Stationen Laabs, der am Ende den entscheidenden Pass auf Falkenberg spielte, welcher ins lange Eck zum 2:0 erhöhte.

Post zeigte sich trotz des Doppelschlages unbeeindruckt und spielte weiter konsequent nach vorne. GlĂŒck noch zunĂ€chst fĂŒr die Eintracht, als nach einer kurz ausgespielten Ecke die Hereingabe an Freund und Feind, aber auch hauchdĂŒnn am 2. Pfosten vorbeisegelte.

Das GlĂŒck schien damit aber bereits ausgeschöpft denn in der 25. Minute rutschte dann Bellach ein Ball unglĂŒcklich unterm Körper durch und es stand nur noch 2:1 aus Gommeraner Sicht.

Der Anschlusstreffer sollte der Startschuss fĂŒr die Magdeburger Offensivabteilung sein. Angriff nach Angriff rollte nun auf das Tor der Eintracht und die Mannschaft kam gar nicht mehr hinten raus. In der 31. Minute zirkelte MĂŒnch das SpielgerĂ€t vom 16er-Eck ins Tor und stellte den Ausgleich wieder her.

Ein absolutes Traumtor dann in der 41. Minute, als SchĂ€fer aus 25m den Ball satt trifft und direkt ins Lattenkreuz zimmert. Kurz vor der Pause dann auch noch das 4:2 nach einem starken Zusammenspiel der MĂŒnch-BrĂŒder, die sich bis auf die Grundlinie kombinieren und in der Mitte erneut SchĂ€fer am 5er flach anspielen, der nur noch den Fuß hinhalten muss.

Wieder die mittlerweile gewohnte Halbzeit-ErnĂŒchterung in dieser Spielzeit. Offensiv wurden die Chancen genutzt, doch die Defensivabteilung steht einfach zu schlecht und lĂ€sst dem Gegner zu viele RĂ€ume, um ihr Spiel runterzuspulen. Es fehlt der Zugriff zum Spielgeschehen im eigenen Drittel. So ist es schwer in dieser Liga zu bestehen.

Die zweite Halbzeit deckte diese SchwĂ€chen erneut gnadenlos auf und Post kombinierte sich nach Belieben durch die HĂ€lfte der Eintracht. Bis zur 55. Minute folgten drei weitere Tore und mit einem 7:2-RĂŒckstand vor der Brust war dann auch die letzte Hoffnung an eine erneute Wende in diesem Spiel begraben.

Bellach konnte sich noch einmal in der 65. Minute auszeichnen, als er einen Elfmeter durch Post vereitelte, doch ansonsten plÀtscherte das Spiel bis zur Schlussphase vor sich hin.

In der 85. Minute dann doch noch der ĂŒberraschende dritte Treffer fĂŒr die Eintracht, als Falkenberg einen langen Abschlag von Bellach festmachen konnte und auf Engel durchsteckte, der zum 3:7 traf.

Doch auch die Magdeburger wurden von dieser Aktion noch einmal angestachelt und setzen eine letzte Kombination nach vorn in Gang, welche bis in den 16er der Eintracht vordrang. Schmidbauer bekam den Ball vor die FĂŒĂŸe und stellte mit dem 8:3 den alten Abstand wieder her und erzielte gleichzeitig den Endstand.

Was bleibt zu sagen? Erneut eine deutliche Niederlage unserer Eintracht, die zunĂ€chst sehr stark in die Partie startete, aber ein Spiel dauert nun einmal 90 Minuten und besteht nicht nur aus einer kreativen Offensive, sondern auch aus einer stabilen Defensive. Letzteres ist das große Sorgenkind in den letzten Wochen. 24 Gegentore in den ersten 4 Spielen sprechen da eine eindeutige Sprache. Die Blackouts und die schwache ZweikampffĂŒhrung mĂŒssen unbedingt im Training stĂ€rker adressiert werden, damit die Defensivabteilung, welche neu zusammengewĂŒrfelt und in Summe recht jung ist, besser zusammenfinden kann und einen klareren Zugriff auf das Spielgeschehen erlangt. DafĂŒr gilt es viel zu arbeiten im Training, sowohl fĂŒr jeden einzelnen Spieler, als auch fĂŒr das Trainerteam und das komplette Umfeld bei der Eintracht.

Wenn man im Verein an einem Strang zieht, werden auch sehr bald wieder positive Resultate erzielt werden können. Im besten Falle bereits in der kommenden Woche im Heimspiel gegen den SSV Samswegen, die einen Àhnlich schlechten Saisonstart hingelegt haben und auch mit lediglich drei Punkten im Tabellenkeller stehen. Dort gilt es sich gut zu verkaufen, sich zu stabilisieren und drei Punkte einzufahren, um den Anschluss zu den Ligakonkurrenten nicht bereits in der Anfangsphase der Saison komplett zu verlieren.