+++ Eintracht Gommern verliert das Auswärtsspiel gegen die SG B/W Gerwisch mit 2:3 +++

E-Junioren Kreispokal, 1. Runde: 02.10.2019

Brettin/Roßdorf-Spg. Gommern/Karith 3:4
In Runde eins des Kreispokals führte der Weg der Spg. Gommern/Karith zur Mannschaft aus Brettin/Roßdorf. Mit dem Schwung aus der Liga wollte Gommern/Karith auch auswärts von Beginn an Druck machen und das Spiel in die eigenen Bahnen lenken.


Doch Brettin/Roßdorf hatte etwas dagegen und kam früh im Spiel zu vielen Torabschlüssen.
Gommern/Karith war überhaupt nicht im Spiel. Fehlpässe, Sololäufe, aufgegebene Zweikämpfe, Abwinken und Überheblichkeit überschatteten die Partie, sodass Brettin/Roßdorf verdient mit 2:0 in die Kabine ging.
Das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können, doch Leonard Werban und die Abschlussungenauigkeit verhinderten ein höheres Ergebnis.
Gommern/Karith fand nicht statt und hat alles vermissen lassen, was man in den Spielen davor gut umgesetzt hatte.
Sichtlich angefressene Trainer entschieden sich in der Kabine für die laute Version des Wachrüttelns und stellten die Spieler an den Pranger, da nichts umgesetzt wurde, was man sich vorgenommen hatte.
Die Spieler bekamen eine Frist von 7 Minuten, um zu zeigend dass sie es durchaus besser können.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit, waren die Ehlekicker jetzt wach und präsent.
Die Zweikämpfe wurden angenommen, es wurde nachgesetzt und man besann sich jetzt aufs Fußballspielen.
Mit der Hereinnahme von Luca Sakautzki, Jannis Steuer und Jamie Strelow sollten frische Leute nochmal für Belebung sorgen.
Luca Sakautzki, der in den letzten Spielen seinen Leistungen hinterherhinkte, drehte auf und konnte den müde wirkenden Arjen Maletzki mehr als nur adäquat ersetzen. Er fasste sich ein Herz und vollendete in unnachahmlicher Art mit einem wuchtigen Schuss aus der zweiten Reihe zum 1:2 .
Jetzt schien die Partie zu kippen. Immer wieder angetrieben von Sopart, Krüger, Sakautzki und Strelow, rollten die Angriffe jetzt Richtung Gegners Tor und man fand zu alter Stärke zurück.
Einzig die Tore wollten nicht fallen, da der Torwart einen super Tag erwischte und soweit alles entschärfte. Und prompt kam es wie es kommen musste, Brettin/Roßdorf nutze die sich darbietende Chance und erhöhte in der 37. Minute auf 3:1.
Jetzt schien das Spiel fast entschieden und man wollte meinen, dass das der Genickbruch für die Müller/Maletzki-Elf war.
Fehlanzeige, jetzt ging die Post ab.
Wie aufgedreht legte Gommern/Karith los und wollte sich noch nicht geschlagen geben.
Die Defensive stand mit Werban, Steuer, Jamie Strelow und Weigl jetzt sattelfest und ließ nur noch wenig zu. Lukas Weigl, der das Team von hinten anpeitschte, war maßgeblich an jeder Defensivaktion beteiligt und hielt die Abwehr zusammen.
Kapitän Krüger, Sopart, Sakautzki und Tyler Strelow fingen auch in der Offensive an sich ans Herz zu fassen und den Ball sehenswert laufen zu lassen.
Speziell Sopart und Krüger waren unermüdlich und trugen die Bälle von ganz hinten bis rein in die Offensive, um dann den Abschluss zu erzwingen.
Friedrich Sopart war es, der in der 42. Minute Nerven behielt und in Bedrängnis eiskalt zum 2:3 einschob.
Jetzt keimte wieder Hoffnung auf und ein spürbarer Ruck ging durchs Team.
Tyler Strelow, der viel versuchte aber oft glücklos wirkte, besann sich ebenfalls an seine Leistungen der Vorwochen und knallte den Ball in der 47. Minute zum 3:3 Ausgleich in die Maschen.
Gommern/Karith belohnte sich mit einer aufreibenden zweiten Hälfte und konnte tatsächlich noch den Ausgleich kurz vor Schluss erzielen.
Jetzt lief alles auf ein Neunmeterschießen hinaus doch einer hatte noch nicht genug.
Jonah Krüger setzte noch einmal nach und drehte ein Wahnsinnsspiel zu Gunsten von Gommern/Karith und haute das Leder in der 49. Minute aus 8 Metern zum 4:3 ins Tor.
Die Freude bei den mitgereisten Eltern und Fans war riesig, doch das Spiel war noch nicht zu Ende.
Brettin/Roßdorf nutzte die letzte Luft und fuhr nochmal einen Angriff, der es ebenfalls in sich haben sollte. Ein Distanzschuss krachte neben Leonard Werban ans Aluminium ehe der Schiedsrichter die Partie abpfiff.
Ein großartiges Spiel, welches aufgrund zweier unterschiedlicher Halbzeiten, keinen Sieger verdient gehabt hätte, entschied am Ende Gommern/Karith für sich.
Mit viel Kampf, Leidenschaft und Moral kämpfte sich Gommern/Karith zurück ins Spiel, wo auch die Jungen Spieler um Jamie Strelow und Jannis Steuer vollends überzeugten und dem Trainerteam zeigten, dass sie mehr als nur Alternativen sind.
Leonard Werban im Tor, hielt was zu halten war und war bei den Gegentoren machtlos.
Maddox-Taylor Budtke bestätigte seine starken Auftritte der vorherigen Spiele.
Tim Bialas konnte in den ersten 15 Minuten, als einer der wenigen, mit sauberen Pässen glänzen, ließ jedoch jegliche Spritzigkeit vermissen. Doch Er fand zum Ende der ersten Halbzeit viel besser ins Spiel und konnte wichtige Zweikämpfe für sich entscheiden.
Lukas Weigl, der permanent die Abwehr zusammenhielt lief ebenfalls im ersten Durchgang seiner Form hinterher, konnte aber in Halbzeit zwei seine Leistung enorm verbessern und war ein absoluter Ruhepol im Spiel und setzte seine Vorderleute regelmäßig in Szene.
Friedrich Sopart und Jonah Krüger waren das kongeniale Paar in der zweiten Hälfte und waren nahezu an jedem Angriff beteiligt. Auch Sie konnten sich enorm steigern und trieben das Offensivspiel von Gommern/Karith an und hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mannschaft.
Der ebenfalls erwähnte Jannis Steuer fand von Minute eins seiner Einwechselung sofort ins Spiel und spielte nahezu fehlerfrei.
Zu guter Letzt die Überraschung des Abends, Jamie Strelow.
Unbekümmert beim Stand von 1:3 ins Spiel gekommen, überzeugte er mit Schnelligkeit, Ruhe und Zweikampfstärke und heizt so den Konkurrenzkampf im Team ordentlich an.
Sichtlich erfreut ging es dann auf den Heimweg und in die Ferien.

Gommern/Karith trat wie folgt an:
Leonard Werban, Maddox-Taylor Budtke, Tim Bialas, Lukas Weigl, Jannis Steuer, Jamie Strelow, Arjen Maletzki, Friedrich Sopart (1), Luca Sakautzki (1), Kapitän Jonah Krüger (1) und Tyler Strelow (1)